Coaching bei Perfektionismus · online aus München
Angst vor Fehlern: Vom Perfektionismus ins Handeln kommen
Kurz gesagt
Hypnose-Coaching für Menschen, die so viel Sorgfalt in ihre Arbeit stecken, dass sie kaum noch fertig werden – oder gar nicht erst anfangen. Wir arbeiten mit deinem inneren Kritiker, damit „gut genug“ wieder möglich wird. Online per Video – von dort, wo du dich wohlfühlst.
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15 Minuten · unverbindlich · direkt mit mir
Kennst du das?
Perfektionismus sieht von außen oft aus wie Fleiß – von innen fühlt er sich an wie Daueralarm.
Du liest die Mail an den Kunden zum fünften Mal, änderst ein Komma und liest sie dann noch einmal.
Die Präsentation ist eigentlich fertig, aber du schickst sie erst um 23 Uhr ab, weil die Abstände zwischen den Bildern noch nicht stimmen.
Aufgaben im Team gibst du ungern ab, weil du am Ende ja doch alles nachkontrollierst.
Nach einem Tippfehler im Bericht denkst du den ganzen Abend darüber nach, was die anderen jetzt von dir halten.
Das neue Projekt fängst du nicht an, solange du nicht sicher bist, dass du es von Anfang an richtig machst.
Hohe Ansprüche sind keine Schwäche – oft stecken Verlässlichkeit und echtes Qualitätsbewusstsein dahinter. Anstrengend wird es, wenn der Anspruch keinen Feierabend mehr kennt.
Was dahintersteckt
Hinter Perfektionismus steckt oft weniger die Liebe zum Detail als die Sorge, was ein Fehler bedeuten könnte: Kritik, Gesichtsverlust, das Gefühl, nicht zu genügen. Der innere Kritiker wird dabei zum Dauergast, der jede Leistung kommentiert und Erfolge schnell abhakt. Jedes Nachkontrollieren beruhigt kurz – und bestätigt gleichzeitig, dass es ohne Kontrolle gefährlich wäre.
Den Satz „Fehler gehören dazu“ kennst du vermutlich längst, und trotzdem löst eine Rückfrage vom Chef dasselbe Ziehen im Magen aus. Wissen allein ändert die emotionale Bewertung selten. In Hypnose kannst du mit dem kritischen Anteil in Kontakt kommen, verstehen, was er eigentlich will, und neue Reaktionen auf den Impuls zum Nachbessern üben – erst in der Vorstellung, dann am Schreibtisch.
Dein Zielbild · Mutig unperfekt
Mutig unperfekt – und genau deshalb im Handeln
Die Mail ist fertig, du liest sie einmal durch und schickst sie ab, ohne sie noch fünfmal umzuschreiben. Ein Tippfehler fällt dir später auf, und du zuckst nur kurz mit den Schultern. Du bist jemand, der lieber handelt und lernt, als auf das perfekte Ergebnis zu warten.
Du gibst Arbeit ab, wenn sie gut genug ist.
Du siehst einen Fehler als Information, nicht als Urteil.
Du probierst Neues aus, bevor du dich sicher fühlst.
Mit Reframing und mentaler Probe üben wir, wie sich dieses Loslegen anfühlt, damit dein innerer Kritiker leiser wird.
Woran wir in den Sitzungen arbeiten
01
Den inneren Kritiker kennenlernen
Mit Teilearbeit holen wir den Anteil an den Tisch, der ständig nachbessern will. Oft zeigt sich, dass er dich schützen möchte – und dass er diese Aufgabe auch mit einer freundlicheren Stimme erfüllen kann.
02
„Gut genug“ festlegen
Für typische Aufgaben legst du fest, wann sie fertig sind: Eine interne Kurzmail braucht einen anderen Maßstab als ein Vertrag. In Trance verankerst du das Gefühl, eine Aufgabe bewusst abzuschließen.
03
Den Kontrollimpuls unterbrechen
Nach dem Habit-Reversal-Prinzip lernst du, den Moment zu erkennen, in dem du noch einmal drüberlesen willst, und setzt eine neue Reaktion dagegen – zum Beispiel einmal ausatmen, deinen Abschlusssatz denken, auf „Senden“ klicken.
04
Fehler neu einordnen
Mit Reframing und einem Perspektivwechsel betrachtest du einen echten kleinen Fehler aus der Sicht einer wohlwollenden Kollegin. Viele merken dabei, wie viel strenger sie mit sich selbst sind als mit anderen.
Ein Beispiel aus dem Alltag
Angenommen, Tobias ist Controller und bleibt regelmäßig bis spät im Büro, weil er jede Auswertung dreimal prüft, bevor sie rausgeht. In der ersten Sitzung lernt er seinen inneren Kritiker als Teil kennen, der ihn vor einer Blamage wie in seinem ersten Job bewahren will – ohne dass wir in diese Erinnerung hineingehen. Wir legen fest, was „gut genug“ für interne Auswertungen heißt, und üben in Trance das Abschicken nach einem einzigen Prüfdurchgang. In der Übungszeit nutzt er die Selbsthypnose immer dann, wenn der Impuls zum Nachprüfen kommt, und notiert, was passiert, wenn er ihm nicht folgt. In der zweiten Sitzung geht es um seine Beobachtungen und um die Frage, wie er Aufgaben an sein Team abgeben kann. Danach schickt er interne Auswertungen nach einem Prüfdurchgang ab und gibt die erste Teilaufgabe an eine Kollegin weiter. Ein ausgedachtes Beispiel – dein Weg kann ganz anders aussehen.
Deine Übung für zu Hause
Der Abschluss-Moment
Bevor du eine Aufgabe zum x-ten Mal kontrollierst, nimm die Hände von der Tastatur, schließ kurz die Augen und atme langsam aus. Stell dir vor, die Aufgabe ist bereits abgeschickt, und spür, wie es sich anfühlt, fertig zu sein – auch mit dem Wissen, dass sie nicht perfekt ist. Dann sagst du dir innerlich deinen Abschlusssatz, etwa „Gut genug für heute“, öffnest die Augen und handelst. Die Übung dauert kaum länger als ein weiterer Kontrolldurchgang.
Was du mitnimmst
Einen bewussten Umgang mit deinem inneren Kritiker, statt ihm automatisch zu folgen.
Eigene Kriterien für „gut genug“ bei den Aufgaben, an denen du am meisten Zeit verlierst.
Eine kurze Selbsthypnose für den Moment, in dem der Impuls zum Nachkontrollieren kommt.
Warum das funktionieren kann
Das Coaching verbindet Bausteine, die gut untersucht sind: Selbsthypnose wirkt besonders, wenn sie als Fähigkeit geübt und damit als eigene Kompetenz erlebt wird (Eason & Parris 2019) – eine Erfahrung, die das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten stärken kann, ohne dass etwas perfekt sein muss. Bei Bewertungsängsten wie Prüfungsangst geben Studien Hinweise, dass Hypnose die Angst verringern kann (Baker et al. 2009). Mentales Kontrastieren mit Wenn-dann-Plänen erhöht die Zielerreichung (Wang et al. 2021), und das Prinzip, einen Impuls zu bemerken und eine Gegenreaktion einzuüben, hat sich in Studien zu Gewohnheiten bewährt (Bate et al. 2011) – genau so unterbrichst du den Kontrollimpuls. Dazu kommt deine Erwartung, ein gut untersuchter Wirkfaktor bei Hypnose (Kirsch).
Für wen das Coaching passt – und wann ich weiterverweise
Das Coaching passt, wenn dein Perfektionismus dich Zeit und Nerven kostet, du im Alltag aber handlungsfähig bist. Wenn Kontrollieren zum Zwang wird – du also Dinge immer wieder prüfen musst, obwohl du weißt, dass es unnötig ist, und starke Anspannung entsteht, wenn du es lässt –, ist eine ärztliche oder psychotherapeutische Abklärung der richtige Schritt. Dasselbe gilt, wenn du dich erschöpft, ausgebrannt oder anhaltend niedergeschlagen fühlst oder Schlaf und Gesundheit unter dem Leistungsdruck leiden. Wo die Grenze für dich liegt, besprechen wir offen im kostenlosen Vorgespräch.
Häufige Fragen
Werde ich dann nachlässig?
Nein. Es geht nicht darum, deine Ansprüche aufzugeben, sondern sie bewusst einzusetzen: viel Sorgfalt dort, wo sie zählt, und weniger dort, wo sie dich nur Zeit kostet. Dein Qualitätsgefühl bleibt dir erhalten.
Ich weiß, dass ich übertreibe. Warum kann ich trotzdem nicht aufhören?
Weil das Nachkontrollieren kurzfristig beruhigt und dadurch zur Gewohnheit wird. Einsicht allein unterbricht diesen Kreislauf selten – deshalb üben wir, den Impuls zu erkennen und eine neue Reaktion zu setzen.
Hilft das auch, wenn ich Aufgaben nicht abgeben kann?
Ja, das ist ein häufiges Thema. Wir schauen, welche Befürchtung hinter dem Festhalten steckt, und proben in Trance, wie du eine Aufgabe übergibst und aushältst, dass das Ergebnis anders aussieht, als du es gemacht hättest.
Warum online – mein Perfektionismus zeigt sich doch im Büro?
Er zeigt sich vor allem am Schreibtisch und vor dem Bildschirm, und genau dort sitzt du auch in der Sitzung. Den Abschluss-Moment übst du damit an dem Ort, an dem du ihn später brauchst – oft im Homeoffice.
Was, wenn ich auch bei der Hypnose alles richtig machen will?
Das kommt häufig vor und ist ein guter Anlass, es gleich einmal anders zu üben. In Trance gibt es kein Richtig oder Falsch: Der Zustand ist jedes Mal etwas anders, und auch eine leichte Trance reicht völlig aus.
Auf einen Blick
Vorgespräch
kostenlos, 15 Minuten, per Telefon oder Video
Paket
Fokus: 2 Sitzungen · Begleitung: 2 Sitzungen plus Extras
Begleitung
Persönliche Trance-Aufnahme, 3 Fragen per Nachricht innerhalb von 4 Wochen und ein 15-Minuten-Call vor deinem wichtigen Moment
Inklusive
Du lernst Selbsthypnose für den Moment vor dem Nachkontrollieren und erhältst ein Trance-Audio zum Thema Angst vor Fehlern; im Paket Begleitung kommt eine persönliche Aufnahme mit deinen Kriterien für „gut genug“ hinzu.
Ort
online per Video, werktags 10–18 Uhr
Investition in dich
Fokus 490 € · Begleitung 790 € · Upgrade nach der ersten Sitzung für 300 € · weitere Sitzungen zubuchbar
So läuft es ab
1. Vorgespräch: Wir klären, ob das Coaching zu dir passt.
2. Fragebogen: Du beschreibst kurz dein Anliegen und die Situationen, um die es dir geht.
3. Sitzung 1: Wir schauen genau auf deine Situationen, dann folgt die Hypnose. Du gehst mit einer ersten Übung nach Hause.
4. Zwischen den Sitzungen: Du übst mit deinem Trance-Audio und mit Selbsthypnose. Mit dem Paket Begleitung kannst du mir zusätzlich Fragen schreiben.
5. Sitzung 2 nach 10–14 Tagen: Wir festigen, was gut läuft, und arbeiten an dem, was noch hakt. Jeder Mensch ist anders – reichen dir zwei Sitzungen nicht, buchst du einfach weitere dazu.
Lass uns in 15 Minuten klären, ob das Coaching zu dir passt.
Unverbindlich, per Telefon oder Video – und direkt mit mir.
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Thorsten Kistner
Hypnose- & NLP-Coaching
makemebelieve UG (haftungsbeschränkt)
Römerstr. 7 · 80801 München
Sitzungen online im DACH-Raum
Hypnose-Coaching ist keine Heilbehandlung und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung. Ich stelle keine Diagnosen und behandle keine Krankheiten. Ergebnisse sind individuell, es gibt keine Erfolgsgarantie.